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Storytelling beim Animationsfilm

Storytelling und Drehbuch

Beim Storytelling wird eine Geschichte erzählt, die Wissen direkt oder indirekt, in Form einer Metapher dem Rezipienten oder der Rezipientin nahebringt. Eine Besonderheit des Storytellings liegt in der Einbindung des jeweiligen Publikums in dem zu vermittelnden Inhalt. Durch den übertragenen Vergleich kann der Inhalt besser verstanden werden. Weiterhin bleiben Geschichten oft noch länger im Gedächtnis und können so Informationen nachhaltig verbreiten.

Cover "Animated Storytelling"

Quelle: http://www.lizblazer.com/boook/

Wir haben uns durch ein paar Bücher zum Thema Storytelling, Motion Design und Animation gegraben. Hier wollen wir gern ein Buch etwas hervorheben. Animated Storytelling von Liz Blazer ist für jeden interessant, der etwas tiefer in die Materie eintauchen möchte!

Die Struktur einer Geschichte

Nachdem eine erste Idee für eine potentielle Geschichte entwickelt wurde, muss eine Struktur gefunden werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer linear-erzählten Geschichte und einer nichtlinear-erzählten Geschichte. Der Verlauf einer linearen Struktur ist immer chronologisch. Die Spannung wird für das Publikum aus der Frage Wie geht es aus? bezogen. Im Gegensatz dazu können nichtlineare Erzählstrukturen sehr individuell aufgebaut sein. Meist wird die Spannung auf die Frage Wie konnte es dazu kommen? gestützt. Die Lösung liegt dann in dem Verlauf einer Geschichte, welcher durch verschiedene Methoden zum Vorschein kommen kann. Abgesehen von Filmen und Serien gehen die meisten Musikvideos, Titelsequenzen und Werbeclips von einer nichtlinearen Erzählstruktur aus (vgl. Blazer2015, S. 30). Jene kann sich auch für den Aufbau der Geschichte in einem Explainer-Video eignen.
Eine traditionelle Kurzgeschichte ist üblicherweise in drei Akte gegliedert: Exposition, Konfrontation und Auflösung. Übertragen auf eine charakterbasierte Erzählung bedeutet dies, dass im ersten Akt dem Charakter ein Problem gestellt wird. Im zweiten Akt arbeitet die Figur auf eine Lösung hin. Gegebenenfalls können dabei Konflikte auftreten. Im dritten Akt löst der Charakter schließlich in überraschender Art und Weise das Problem. Diese Struktur funktioniert auch für motion-graphic-Videos ohne Figuren. Am Beispiel des Explainers (ebenfalls großartig von Ancher Point) “Sture Student” (Link) kann dies nochmals verdeutlicht werden:

  1. Akt: Problemstellung – kaufen und verkaufen von Lehrbüchern kostet Zeit
  2. Akt: der Weg zu Lösung – Aufzeigen der Funktionen der Anwendung
  3. Akt: die Lösung des Problems – Downloaden der App

Ein dramaturgisch strukturiertes Erklärvideo für Apps bietet wichtige Punkte, um einen „roten Faden“ zu etablieren. Demnach werden dem Publikum die zu vermittelnden Inhalte leicht verständlich gemacht. Zudem stellt es – selbst in der einfachsten Form – genügend Platz für innovative Ideen bereit. Es ist wohl auch ein Grund, warum Online-Videos so ein Erfolg haben, wie in diesem Beitrag zu lesen!

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