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3D Animationen – Trends für Erklärvideos

Kreativität hat bekanntlich keine Grenzen und kann sich im dreidimensionalen Bereich erst so richtig entfalten. Denn 3D Animationen sind schon lange nicht mehr nur großen Studios wie Pixar, Dreamworks oder Disney vorbehalten. Werbeclips, Erklärvideos und Imagefilme profitieren ungemein von diesem Trend. Dabei müssen hochwertige 3D Motion Graphics nicht unbedingt so viel teurer sein.

Dieser Post ist in 3 Bereiche unterteilt:

  1. Der Weg in die 3. Dimension
  2. Vor- und Nachteile von 3D Animationen
  3. Die Kombination machts
  4. 3D Design, dass uns begeistert

Der Weg in die 3. Dimension

Seit Toy Story 1996 die Kinos erobert hat, ist 3D Animation in alle Bereiche der Industrie, Werbung und Kunst vorgedrungen. Das liegt natürlich an immer leistungsfähigeren Computern und Grafikkarten. Aber auch an intuitiverer und benutzerfreundlicher 3D Software wie Cinema 4D, Blender oder SketchUp.

Produkt und Architektur Visualisierungen haben hier sicher eine große Vorreiter Rolle gespielt. Schon bald aber haben kreative Designerinnen und Designer entdeckt, dass man nicht nur die Realität in 3D abbilden oder vorausplanen kann. Nein, 3D hat es in die Welt von surrealen Illustrationen und abstrakten Visualisierungen geschafft. Das kommt nicht nur Musikclips und origineller Werbung zugute. Auch Erklärfilme, eLearning Angebote oder Imagefilme erhalten dadurch einen Boost an visuellen Möglichkeiten. Aus didaktischer Sicht ist das ein riesen Fortschritt, da man ganz reale Szenen in 3D rendern kann und ggf. zugrundeliegende Vorgänge mit abstrakten 3D Elementen erweitern.

Renderer

Neben den eigentlichen Programmen spielt eine weitere wichtige Rolle der Renderer, der also Licht und Schatten berechnet, Reflexion und Brechungen realistisch darstellt. Und je besser der Renderer, umso schneller wird das fertige Bild errechnet. Hier leisten gerade in den letzten paar Jahren verschiedene Renderer immer bessere Arbeit. Wo wir früher erst nach Minuten das fertige Bild sehen konnten, rechnet er heutzutage quasi in Echtzeit eine Vorschau. So können Materialien, Lichter und Stimmungen viel besser arrangiert werden. Gerade für abstraktere 3D Welten ist dies sehr von Vorteil.

Pro & Contra für 3D Animationen

Vorteile

In erster Linie klar: die Perspektive! Es ist ein unglaublicher Vorteil, wenn Objekte eine Tiefe haben und somit einen räumlichen Eindruck. Settings sind leichter zu erstellen, weil das mühsame Ausloten der Parallaxen wegfällt. Technische und medizinische Vorgänge lassen sich so viel leichter darstellen. Ebenfalls sind Gravitation, Partikel, Wind, Kollision & Dichte in 3D Programmen deutlich leichter zu animieren als in 2D.

Nachteile

Ein großer Nachteil ist noch immer der Aufwand. Trotz all den technischen Verbesserungen, braucht es Zeit, um Kamera, Licht, Objekte, Materialen zu erstellen. Das Rigging von Charakteren ist immer noch sehr speziell und Bedarf einer langen Vorarbeit (wir legen zwar auch für unsere 2D Charaktere Referenzen an, in 3D müssen aber deutlich aufwendigere Vorarbeiten geleistet werden).

Die Kombination machts

2D hat ausgedient?

Nur weil 3D eine Achse mehr hat, heißt es natürlich nicht, dass 2D ausgedient hat oder schlechter ist. 2D kann aus guten Gründen das Mittel der Wahl sein und mit ein paar Tricks lässt sich auch in 2D der Eindruck von Tiefe erwecken. Bei manchen Projekten liegt es an der Corporate Identity (CI), die 3D gar nicht zulassen oder auch die Botschaft muss eindeutig klar, simpel und direkt sein, sodass 3D Animationen gar nicht passen würden. In unserem Erklärfilm für HubSpot zum Beispiel (Portfolio hier), wirkt der Stil in 2D klar und verbindet die Storyabschnitte mit den erklärenden Parts fließend.

3D in Erklärfilm

Reine 3D Erklärfilme sind meist dort zu finden, wo ein kompliziertes Produkt detailgetreu dargestellt wird: eine Maschine, die in ihre Einzelteile zerlegt wird zum Beispiel. Oder auch ein Prozess, der plastisch und übersichtlich visualisiert werden möchte, wie Umweltfaktoren, biologische Abläufe oder Ähnliches. Ein Stil, den man gerade wieder sehr häufig sieht, ist die sogenannte Isometrie. Eine mathematische Perspektive, bei der man von oben auf die Szene schaut und die Fluchten immer parallel zueinander verlaufen.

Beide Vorteile vereinen

Wie so oft liegt ein guter Weg meist dazwischen. Wir nutzen für Erklärfilme oft die Vorteile beider Welten: Bestimmte Objekte, die für eine bessere Darstellung eine Tiefe brauchen, sind in 3D erstellt, genauso wie Gebäude, Räume und andere Settings. Abstrakte Elemente, Charaktere, Motion Graphics und Übergänge/Transitions erstellen wir in 2D. Wobei sich diese Grenze nicht immer eindeutig festmachen lässt: in unserem Trailer für die WHU zum Beispiel, haben wir wirklich nur bestimmte Elemente in 3D erstellt, den Rest in 2D (Portfolio hier). Bei dem Projekt für HTP haben wir hingegen alle Szenen mit Autos komplett in 3D produziert (Portfolio hier). Eine ganz klare Grenze haben wir bei der Erklärfilm-Serie für die Charlottenburger Baugenossenschaft gezogen: Die gesamte Umgebung haben wir in 3D erstellt und einzig die Charaktere in 2D.

Unser Erklärfilm mit 3D Umgebung und 2D Charakteren

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